GESTERN IM STANDARD
ST Artikel des Tages
Foodwatch Österreich hat die in Österreichs Supermärkten angebotenen Lachsprodukte auf ihre Herkunft untersucht. Das Ergebnis: Nur 3 der 84 getesteten Lachsprodukte konnten auf die genaue Fischfarm, auf der sie gezüchtet wurden, zurückverfolgt werden.
Lachs in Alaska | C. Strässler, CC BY-SA 2.0, Wikimedia Commons
Trotz Gütesiegel (ASC, GGN etc.) und Tracking-Codes, die die Herkunft des Fisches laut Hersteller angeben sollen, bestand bei 26 dieser Produkte nicht mal die Möglichkeit, die Herkunft herauszufinden, während bei 55 anderen es nicht eindeutig feststellbar war.
Statt des konkreten Zuchtbetriebs wird nämlich oft nur auf die Händler des Fisches verwiesen. Manchmal ist das eine Liste von Dutzenden Produzenten bei der nicht klar ist, wer denn nun der Züchter ist.
Bei den Tracking-Tools verläuft sich durch fehlerhafte oder widersprüchliche Ergebnisse die Spur im Sande.
Foodwatch kritisiert, dass viele in Österreich verkaufte Lachsprodukte aus Aquakulturbetrieben stammen, die mit wiederkehrenden Skandalen in Verbindung gebracht werden. Dort verschleiern mangelnde Transparenz schweres Tierleid und hohe Verlustraten. Die Organisation fordert vollständige Rückverfolgbarkeit, unabhängige Kontrollen und ein Ende der Zertifizierung von Fischfarmen mit dokumentierten Massensterben.
Die drei Lachs-Produkte, die rückverfolgbar waren, wurden in der Studie übrigens nicht genannt.